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Das NADA-Protokoll

ist die standardisierte Akupunktur von 5 Ohrpunkten in einem besonderen Setting, das sich bei Menschen, die unter Stress, Trauma oder verschiedensten psychischen Erkrankungen leiden, als wirkungsvolle Behandlung erwiesen hat. Es ist eine hilfreiche Ergänzung zu etablierten Therapien der Schulmedizin und kann sehr gut (komplementär) in ein bestehendes Behandlungskonzept integriert werden.

Bereits in den 70er Jahren wurde im New Yorker Lincoln Hospital (Bronx/N.Y.C.) Ohrakupunktur erfolgreich zur Behandlung Suchtkranker eingesetzt, initiiert durch die Black Panther und Young Lords, die Betroffenen einen freien Zugang zu Hilfsangeboten schaffen wollten. Die Kombination von 5 Punkten an beiden Ohren und das besondere Gruppensetting hat sich durch Dr. Michael O. Smith und seinem Team ab 1985 mit der Gründung der NADA als standardisierter Behandlungsstil etabliert und ist als »Behandlung nach dem NADA-Protokoll« mittlerweile weltweit verbreitet. Die Behandlung wurde bei vielen tausend Patienten im Alkohol-, Drogen- und Medikamentenentzug angewandt. Sie erwies sich als einfach, wirksam und sicher. Das Anwendungsspektrum hat sich bis heute deutlich erweitert.

Das NADA-Protokoll ist keine medizinische Behandlung. Es dient vielmehr der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit. Der Schwerpunkt liegt auf Genesung, Stärkung und persönlicher Entwicklung, die den Nutzen weiterer therapeutischer Angebote und Behandlungsmethoden erhöht. 

Das NADA-Protokoll kann somit als hilfreiche Ergänzung zu anderen Behandlungen angesehen werden und sollte möglichst vor diesen stattfinden, da beispielsweise therapeutische Gespräche, medizinische Behandlung und Methoden zur Achtsamkeit davon profitieren.

Das NADA-Protokoll trägt dazu bei, den Organismus sowohl physisch als auch psychisch zu stabilisieren. NADA zielt nicht auf die Behandlung bestimmter Symptome ab, sondern kann in allen Situationen eingesetzt werden, in denen eine Person Stabilität, Konzentration, besseres Stressmanagement (einschließlich Schlafstörungen und innere Unruhe), besseren Umgang mit Emotionen und eine Verbesserung kognitiver Fähigkeiten benötigt. 

Die Methode enthält ein meditatives Element. Ziel kann sein, zu sich selbst und den eigenen Ressourcen besseren Kontakt zu bekommen.

Die „Behandlung nach dem NADA-Protokoll“

findet in einem charakteristischen Setting - idealerweise in der Gruppe - statt, das durch weitestgehend niedrigschwelligen und unbürokratischen Zugang, Vermeidung von Konfrontation und respektvollen Umgang miteinander geprägt ist.

  • Bis zu 5 Punkte werden an beiden Ohren akupunktiert
  • Eine Sitzung dauert in der Regel 20-45 Minuten
  • Die Häufigkeit der Behandlung richtet sich nach den Bedürfnissen der Patient:innen und den Möglichkeiten der Einrichtung / der Anbieter

Auch Patient:innen, die (noch) keine verbale Therapie aushalten, die ambivalent und ängstlich gegenüber einer Behandlung sind, können profitieren.

Jede:r Patient:in wird akzeptiert, es gibt keine Vorbedingungen, sprachliche Hürden spielen eine untergeordnete Rolle.

Die Behandlung nach dem NADA-Protokoll unterstützt Menschen, die

  • mit täglichen Belastungen besser zurechtkommen wollen
  • unter Stress und Burnout-Symptomen leiden
  • traumatische Erlebnisse verarbeiten müssen
  • unter Unruhe und Schlafstörungen leiden
  • mit Schmerzen besser zurechtkommen wollen
  • die suchtkrank sind oder Probleme mit Alkohol und/oder Drogen haben,
  • die psychisch erkrankt sind
  • Probleme mit Hyperaktivität oder Essstörungen haben
  • mit dem Rauchen aufhören wollen.

Medizinische Kontraindikationen sind nicht bekannt.

Das NADA-Protokoll ist auch in vielen deutschen Kliniken, Suchtberatungsstellen, Ambulanzen und Praxen hilfreicher Bestandteil des Behandlungskonzepts.

Dazu gehören:

Suchtkliniken und Suchtberatungsstellen, Rehabilitationseinrichtungen
Psychiatrische Krankenhäuser, Psychosomatische Kliniken, Tageskliniken, Kinder- und Jugendpsychiatrien, Gerontopsychiatrien, Forensische Psychiatrien
Praxen, Straßen- und Stadtteilprojekte, Gesundheitspräventionseinrichtungen, Haftanstalten
Das NADA-Protokoll ist wirkungsvoll in der Traumaverarbeitung, nach Krieg, Flucht und nach Katastrophen.

Eine Ergänzung oder Alternative zu den Nadeln bilden magnetische Ohrkügelchen, die auf kleinen Pflastern befestigt sind. Einer der NADA-Punkte (Shen Men) kann allein oder zusammen mit den anderen Ohrpunkten beklebt werden. Diese Methode eignet sich für Menschen, die nach Stabilisierung und Ausgleich suchen, aber besonders schmerzempfindlich sind und Nadeln ablehnen. Sie dient auch zur einfachen und wirksamen Selbstbehandlung und bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern. Die Behandlung dient ebenfalls sehr gut als Überbrückung zu anderen Behandlungen.

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